Weltwoche: Herr Winzenried, haben Sie damit gerechnet, den Millionendieb Michael Felder derart schnell zu erwischen?
Urs Winzenried: So schnell nicht. Aber wir haben erwartet, dass wir ihn früher oder später finden.
Hat er sich dumm angestellt?
Viel ungeschickter kann man sich nicht verhalten. So hat er das Fluchtauto bei Avis auf den eigenen Namen gemietet und sich mit dem richtigen Pass im Hotel in Hamburg angemeldet. Dann hat er so viel Geld verjubelt, dass es in St. Pauli sogar den Leuten auf der Strasse aufgefallen ist.
Ist ein solches Verhalten typisch für eine bestimmte Tätergruppe?
Felder ist kein Berufskrimineller, sondern ein Gelegenheitstäter, der eine günstige Situation au ...