Montag. «Du hast’s gut!», das war mein Vater. Jeden Morgen telefoniert er mir auf die Insel, um zu sagen, wie gut ich es habe. Seit zwanzig Jahren zieht er Krautstiele und seine Pension. Seit zwanzig Jahren erklärt er mir, wie zu seiner Zeit arbeiten noch Arbeit gewesen sei. Und seit zwanzig Jahren versuche ich ihm zu erklären, dass schreiben auch malochen heisst. «Ach ja?», tönt’s weit weg aus Basel. Und dieser zweifelnde Ton, der in der Luft vibriert, ist ebenfalls seit zwanzig Jahren derselbe.
Mein Vater hatte hochfliegende Pläne mit dem Stammhalter. Sein Trämlertraum war, aus seinem einzigen Sohn einen Bundesrat mit Familie und vier Kindern zu machen. Doch bald schon war aus ...