Herr Haggis, Ihr Film reiht sich ein in eine Tradition antiutopischer Visionen von Los Angeles, die vom Film noir über «Blade Runner» bis zu den düsteren Schriften des Urbanisten Mike Davis reicht. Dabei ist Los Angeles doch eine sonnige Stadt. Woher kommen bloss all die düsteren Bilder?Ich habe das Drehbuch gerade deshalb in Los Angeles angesiedelt, weil dort alles so nett aussieht. Was mich fasziniert, sind die Dinge unter der Oberfläche. Wenn man in die Südstaaten fährt, ist die Intoleranz viel offensichtlicher. In Los Angeles dagegen geben alle vor, gut miteinander auszukommen. Doch in Wirklichkeit fliehen wir voreinander und segregieren uns, sondern uns also ab. Jeder zieht dahi ...