Paul Stucki* verlor seine Stelle als kaufmännischer Angestellter mitten im Berufsleben. Um nicht dem Sozialstaat zur Last zu fallen, meldete er sich bei der Firma Securitas und wurde zu einem sehr bescheidenen Stundenlohn in einem der sechs grossen Bundesasylzentren mit Verfahrensfunktion eingesetzt. Nur dort werden Erstaufnahmen schweizweit bearbeitet. Bald schon sass Stucki nachts und an den Wochenenden in der «Loge» und leistete anstelle des ausgebildeten Migrationspersonals deren Arbeit. Es handelte sich um Aufnahmeprozedere, die eigentlich den Angestellten des Staatssekretariats für Migration (SEM) vorbehalten wären – allerdings zu weit besseren finanziellen Bedingungen. ...