Die Moderne ist auch nicht mehr, was sie einmal war. Eben noch galt die Warhol-Devise, wonach jeder Mensch — irgendwie, irgendwo — seine fünfzehn Minuten Berühmtheit zugut habe. Irgendwie: als Zeuge eines Banküberfalls, als Teilnehmer einer Talentshow oder an ähnlichen medialen Inszenierungen. Nun aber dreht sich die Erde schneller, verdealen Medien nur noch quick facts, und die Aussicht auf etwas Berühmtheit ist mittlerweile auf drei Minuten pro Leben geschrumpft. Wahrscheinlich auf einem verwackelten Youtube-Video. Das kleine Wegwerfglück im Web 2.0, dem Abstellplatz für Träume, Schäume und tragischen Ernst. Alles schon zum Vornherein als Fake abgetan.
Auf diesem letzten Park ...