Die deutschen Nachrichtendienste überlegen sich, ob sie künftig auch die «Freunde» ins Visier nehmen sollen. Grund dafür ist, dass im Bundesnachrichtendienst (BND) ein Maulwurf entdeckt wurde, der nicht für Russland, wie zunächst vermutet, sondern für Amerika arbeitete.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hielt sich Deutschland an das Gentlemen’s Agreement zwischen den drei westlichen Besatzungsmächten Britannien, Frankreich und den USA, dass «Freunde» nicht gegeneinander spionieren. Praxis war, dass die Dienste miteinander kooperierten und Informationen austauschten.
Zu Zeiten des Kalten Kriegs war dies eine Notwendigkeit. Nun bröckelt der Nachkriegskonsens – nicht nur in d ...