Weiche Gesichtszüge, ruhige Stimme, zurückhaltende Ausdrucksweise. Eigentlich ist Wilhelm Gruissem ein sanfter Mensch. Kommt er aber auf das Moratorium für den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu sprechen, das in der Schweiz seit 2005 gilt, kontrastiert seine Wortwahl deutlich zu seiner Erscheinung. Mit Betroffenheit und Unverständnis reagiere er darauf, dass das Verbot der Agro-Gentechnik in der Schweiz nun mit fadenscheinigen Begründungen verlängert werden soll, gibt der ETH-Professor für Pflanzenbiologie zu Protokoll.
Anlass zu den jüngsten Diskussionen um das Moratorium bildet der Schlussbericht zum Nationalen Forschungsprogramm 59 (NFP 59), der vor wenigen Tagen publizie ...