Dieselben Scharfmacher, die Martin Walser als Antisemiten erledigen möchten, feiern gegenwärtig die Wiederentdeckung eines Wehrmachtangehörigen, der vielleicht einmal ein Dichter geworden wäre, aber seit Ende April 1945 in Berlin verschollen ist. Hinterlassen hat der 31-jährige Felix Hartlaub neben einer Dissertation nur ein paar Kriegsaufzeichnungen, literarische Fragmente und Briefe. Kein Geringerer als der Suhrkamp-Verlag hat Hartlaub eine opulente zweibändige Werkausgabe gewidmet.
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung willigte, anders als beim neuen Roman von Walser, gern in einen Vorabdruck ein. Für die NZZ gehören die Kriegsaufzeichnungen zu «den bedeutendsten Darstellungen des L ...