Seit sechs Wochen treffen wir uns abends im Büro von tehelka.com - eine kleine, bunt zusammengewürfelte Schar von «tea boys», Sekretärinnen, unbezahlten Journalisten und erschöpften Redaktoren - zehn, fünfzehn Leute, der traurige Rest eines jungen, einst lebhaften Medienunternehmens. Die indische Regierung wirft uns vor, wir destabilisierten das Land und seien das Instrument einer internationalen Verschwörung von Geldwäschern und politischen Agitatoren. Wir können darüber nur erstaunt lachen.
Ich war von Anfang an dabei. Tehelka war keineswegs ein politisches Vehikel und auch keine Geldwaschanlage, sondern ein Medientraum. Im Februar 2000, auf dem Höhepunkt des Dotcom-Booms, besc ...