Nur wenige Schweizer sind im Ausland populärer als Jean Ziegler. Niemand hat die Schweiz und ihre Banken so polemisch als Profiteure krimineller Despoten beschuldigt wie der Genfer Soziologieprofessor. Kein Eidgenosse führt einen eloquenteren Feldzug wider die Globalisierung als der Protestant aus Thun, der zum Katholizismus konvertierte. Ziegler ist ausserhalb der Schweiz ein Begriff.
In seiner Heimat, man weiss es, hat der streitbare Jean weniger Zulauf. Er ist höchst umstritten. Aber zumindest eine Politikerin hält zu ihm: EDA-Chefin Micheline Calmy-Rey. Sie empfahl Ziegler kürzlich als Mitglied einer Expertengruppe, die künftig den Uno-Menschenrechtsrat beraten soll. Ziegler soll h ...