Man dürfe nicht meinen, «dass Wikileaks den Bedeutungsverlust der Presse offenbare» (Patrik Müller, Sonntag). Wikileaks sei «ein Beweis, dass kompetente journalistische Arbeit nicht so leicht zu ersetzen ist» (Philipp Landmark, St. Galler Tagblatt). «Von einer Bankrotterklärung kann keine Rede sein» (Beat Balzli, Handelszeitung). Getoppt hat all das wie immer Felix E. Müller von der NZZ am Sonntag: «Wikileaks hat nichts mit Journalismus zu tun.» Zur explosiven Internetplattform äussern sich die Schweizer Chefredaktoren betont gelassen. Dies ist etwa gleich angebracht wie demonstrative Langeweile von Hennen, wenn der Fuchs durchs Gehege eingedrungen ist.
Überheblichkeit nützt ...