Der Auftritt der Wettbewerbshüter war rabiat. Morgens um sieben Uhr wurde Andreas M. durch die Glocke an seiner Privatwohnung in Zernez aus dem Schlaf gerissen. Es war der 31. Oktober 2012. M., inzwischen verstorben, war damals fast 85 Jahre alt und seit 17 Jahren pensioniert. Mehrere Männer in Krawatte wiesen einen Hausdurchsuchungsbefehl vor und stellten die Wohnung von Andreas M. auf den Kopf. Der greise Mann hatte früher als Ingenieur in der Baubranche gearbeitet und musste so in das Visier der Wettbewerbskommission (Weko) geraten sein, die im Unterengadin gegen ein vermutetes Baukartell ermittelte.
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