Schnell wurde aus der Drohung Ernst. Seit Samstag verteilt Italien befristete Aufenthaltsgenehmigungen an rund 20 000 Tunesier, die in den vergangenen Wochen im Land eingetroffen sind. Obwohl die auf sechs Monate befristeten Papiere nur für Italien gelten, können Arbeitsmigranten damit prinzipiell während maximal neunzig Tagen frei im Schengen-Raum reisen.
Mit diesem Streich hat die Berlusconi-ReÂgierung im Streit innerhalb des Schen-Raums die nächste Eskalationsstufe gezündet. Als sogenanntes Erstland müsste Italien den Status der Einwanderer klären – ein Asylantrag darf nur dort gestellt werden. StattÂdessen lassen die Italiener die Migranten weiterÂziehen. Frankreich, d ...