Wir stehen vor einer weissen Wand mit roten Punkten und schweigen. John Armleder, 54, sagt nichts über sein Werk. Es heisst Anoprorhosis – das Wort fehlt in meinem Fremdwörterlexikon. Angenommen, jemand möchte es kaufen, frage ich, muss er die Wand mit nach Hause nehmen? Armleder ist ein netter Mensch, er lächelt. Und erklärt, dass der Käufer eine Schablone, eine Gebrauchsanweisung und ein Echtheitszertifikat erhalten würde. Malen müsste er es selber – «ich gebe gerne die Nummer eines guten Malers». Eines Anstreichers, nicht Kunstmalers. Preis der Schablone, Anleitung und des Zertifikats? «Verhandlungssache», sagt die Galerie. Über 50000 Franken schätzt das Künstlerrating ...