Ulrich M. Schmid ist ein Bewunderer des Schriftstellers Leo Tolstoi. Dieser sei ein «Dorn im Auge» der zaristischen Obrigkeiten gewesen und von der orthodoxen Kirche exkommuniziert worden, lobt der St. Galler Professor für Osteuropa-Studien. Ehrfurchtsvoll blickt Schmid auch auf den ukrainischen Nationaldichter Taras Schewtschenko. Der sechzigjährige Schweizer Slawist, der in seiner langen Laufbahn zahlreiche Bücher über Russland veröffentlicht hat, beschäftigt sich neuerdings mit der ukrainischen Literaturgeschichte und würdigt den Poeten Schewtschenko für dessen «dichterischen Protest gegen die Zarenherrschaft».
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