Giacomo Puccini ist eine singuläre Figur in der Kunstgeschichte. Bis heute gehört der vor 150 Jahren im toskanischen Lucca geborene Musiker zu jener Handvoll Komponisten, auf deren Werke kein Opernhaus verzichten kann, ohne den Bankrott zu riskieren. Wo immer «La Bohème», «Turandot» oder «Madama Butterfly» gegeben werden, füllen sich wie von Zauberhand die Zuschauersäle, ob in Mailand oder Manaus, Tokio oder Sydney. Als «Tosca» 1992 an ihren römischen Originalschauplätzen gespielt und weltweit live übertragen wurde, sahen und hörten mehrere hundert Millionen Menschen an ihren TV-Geräten zu.
Weltberühmt war der Mann aus Lucca bereits zu Lebzeiten: 1924 wählte ihn die New ...