«Die Zeit», sagt Jorge Luis Borges, «ist die Substanz, aus der ich gemacht bin. Die Zeit ist ein Fluss, der mich davonreisst, aber ich bin der Fluss...» Unsere Bewegungen, unsere Handlungen verlaufen innerhalb von Zeit ebenso wie unsere Wahrnehmungen, unsere Gedanken, der Inhalt unseres Bewusstseins. Wir leben in der Zeit, wir organisieren die Zeit, wir sind Zeitwesen durch und durch. Aber ist die Zeit, in der oder dank der wir leben, fortlaufend wie der Borgessche Fluss? Oder ist sie eher vergleichbar mit einer Kette oder einem Zug, eine Abfolge einzelner, getrennter Augenblicke wie Perlen an einer Schnur?
David Hume, ein englischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, gab der Vorstellung vo ...