Manche Politiker belämmern das eigene Denkvermögen. Sie nüchtern zu betrachten, ist nahezu unmöglich, weil ihre Auftritte Gefühle wecken, gegen die das Gehirn machtlos scheint. Es liefert allenfalls eine Rationalisierung emotionaler Urteile nach. Sarah Palin gehört in diese Kategorie von Politphänomenen. Man schwärmt von ihr, oder man schäumt.
Im August vor einem Jahr wurde die attraktive, ausserhalb Alaskas praktisch unbekannte Gouverneurin von Präsidentschaftskandidat John McCain überraschend als Vize präsentiert. Nach einer fulminanten Antrittsrede war sie plötzlich die nach Hillary Clinton weltberühmteste US-Politikerin.
Aus Gründen, die bis heute niemand wirklich verst ...