Schreiben war ein Befreiungsakt für das Einzelkind, das von einer dominanten Mutter zum musikalischen Wundermädchen getrimmt wurde, am Konservatorium Orgel, Klavier, Blockflöte und Komposition studierte, und das alles neben dem Gymnasium. Doch nach einem Zusammenbruch fand Elfriede Jelinek das Rauschhafte der Musik in der Sprache wieder und verlegte ihre kreativen Talente.
Nun ist die erste Biografie über die radikale Wiener Autorin, die im Oktober sechzig wird, erschienen. Das breit recherchierte Porträt zeichnet Leben und Schaffen anschaulich nach. Kollegen erinnern sich an die hübsche Endzwanzigerin, die Feminismus mit Fashion verband und sich früh ganz der Kunst verschrieb. Männe ...