Wer über Mode schreibt, braucht Mut. Das ist den meisten Lesern nicht bewusst. Sie meinen, bloss Kriegsberichterstatter und Reporter in Schurkenstaaten seien draufgängerisch. Falsch. Auch in der Brust von Journalisten, die sich mit Stil- und Geschmacksfragen herumschlagen, pochen Löwenherzen.
Der britische Journalist James Brown hatte, als er noch Chef des Magazins GQ war, den deutschen Feldmarschall Rommel auf seine Liste der «50 bestangezogenen Männer der Geschichte» gesetzt. Das fand sein Verleger Si Newhouse geschmacklos; er ist jüdisch. Brown war seinen Job schneller los als ein Redaktor der Baghdad Post, der seinen Bericht über Saddams Geburtstag mit «Der Irre ist nicht totzuk ...