In den sechziger Jahren war noch alles klar. Kinder hatten ihren Eltern zu gehorchen, und zwar nach Regeln, wie sie Brauch und Recht waren. In den meisten Haushalten gab es den «Struwwelpeter» und, als Mahnmal elterlicher Autorität, einen Klopfer aus Weidenruten. Damit trieb die Mutter den Teppichen tagsüber den Staub aus den Fasern. Abends holte ihn der Vater von seinem Platz unter der Treppe, um den ungezogenen Nachwuchs zu massregeln. Die sprichwörtlichen «paar auf den Hintern» wurden damals kaum in Frage gestellt. Die Generation unserer Eltern verbrachte keine Zeit damit, sich über Sinn oder Unsinn des handfesten Strafens den Kopf zu zerbrechen. Vielmehr handelten sie aus einer k ...