Seine Strafe hat Silvan Bärtschi* längst abgesessen. Im Sommer 2007 wurde er zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er auf einen Mann geschossen und mit Drogen gehandelt hatte. Seither sind sechs Jahre vergangen, doch der junge Gewalttäter ist immer noch in Gefangenschaft. Denn der Vollzug der Strafe ist zugunsten einer «stationären Massnahme» nach Artikel 59 des Strafgesetzbuches aufgeschoben worden. Bärtschi wird in Gefängnissen und Kliniken therapiert, bis Therapeuten und Richter überzeugt sind, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht.
Eine Sicherheitsmassnahme, die ins Geld geht: Die Institutionen, die Bärtschi betreuen und betreut haben, verlangen 480 bis 620 Franke ...