Es ist nur etwas wenig mehr als vier Jahre her, seitdem Roger Köppel mit seinem politischen Coming-out für einen beachtlichen Furor sorg-te. Seine damalige Wahlempfehlung für Christoph Blocher in der traditionell linksintellektuellen Weltwoche verstörte viele Leser. Dass diesmal ein entsprechender Aufruf ausblieb, ist nur folgerichtig, weil die Weltwoche – seit Köppels Rückkehr aus seinem ausgedehnten journalistischen Welschlandjahr in Berlin – zu einer konsequenten Blocher-Plattform geworden ist, so dass heute ein erneutes Glaubensbekenntnis redundant gewirkt hätte.
Schwer einzuordnen
Trotzdem ist die Weltwoche weiterhin das mit Abstand spannendste Presseerzeugnis der Deutschschw ...