Wenn Daniel Ortega morgens in den Spiegel schaut, blickt ihm das Monster entgegen, die Fratze einer merkwürdigen Verwandlung. Ortega ist Somoza. Denn Ortega operiert heute, wenn auch mit etwas demokratischem Make-up, wie der Clan-Chef, den er einst mit seinen Sandinisten in einem blutigen Bürgerkrieg aus Nicaragua verjagte. Aus Ortega, dem umjubelten Revolutionär, dem neuen Castro, der sein Handwerk in Kuba lernte, wurde schleichend der Wiedergänger eines der schmutzigsten Diktatoren des Südkontinents. Macht kommt vor Moral.
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