Er war ein Meister auf den Kanälen des Zeitgeists, so sehr, dass wir uns fragen, ob und wie uns heute noch anrührt, was er vor mehr als einem halben Jahrhundert mit weit über den Jazz hinausdonnerndem Echo gespielt hat. Charles Lloyd, im Grunde ein feinsinniger Tenorsaxofonist und Flötist, hatte Mitte der sechziger Jahre, als der Jazz von zwei Seiten her unter Druck geraten war, unter den des binären Rocks und den des rebellischen Free Jazz, seine Nische gefunden mit einer esoterisch-harmonistisch inszenierten Musik, die dem Spiritualismus eines John Coltrane viel verdankte, aber auch Anleihen bei Rock, Folk, moderat freier Improvisation machte und bei dem, was bald ...