Das Barossa-Tal in Südaustralien, gerade mal dreissig Kilometer lang und fünfzehn breit, ist einer der magischen Punkte auf der Weinkarte der Welt. Der Ort einer ambivalenten Magie allerdings: für die einen weiss, für die andern schwarz. Hier entstand, was heute weltweit als einer der dominanten Weinstile triumphiert, und zwar von den unteren Regalen der Supermärkte bis zu den obersten Altaraufbauten in den Sanktuarien erlesener Wein-Esoteriker.
In Barossa wurden die weichen, vanilligen, vollen, marmeladigen, alkohol- und gerbstoffreichen Weine erfunden, ursprünglich noch an französischen Vorbildern orientiert (Bordeaux und Rhone zumal), um inzwischen längst ihrerseits auf die Wei ...