TV-Serien deutschsprachiger Provenienz kuscheln sich entweder im Gemütsstübchen ein oder fahnden nach Mördern. In US-Networks dagegen entstehen nicht immer, aber immer öfter exzellente Serien, die sich dem Fliessbandflachsinn erfolgreich widersetzen. Beispiele gibt es genug: «Emergency Room», «Akte X», «Sex and the City», «24», «King of Queens». Gemeinsam ist ihnen die Synthese von Beob-achtung und Reflexion; einer Intellektualität, die sinnlich daherkommt.
Der beste, kurioseste Serieneinfall ist «Six Feet Under» («Sechs Fuss unter der Erde»; die vorgeschriebene Tiefe für Beerdigungen), die rabenschwarze Familienchronik eines Bestattungsunternehmens. Im Herbst 2001 gestar ...