Mosche Levinger (1935–2015) — Der Rabbi gab sich als Schweizer Tourist aus, als er Ende März 1968 im palästinensischen «Park Hotel» in Hebron eincheckte. Er werde bald das ganze Haus mieten, sagte er, um mit zahlreichen Freunden das Pessach-Fest zu feiern, das eine Woche dauert. Vielleicht, stellte er in Aussicht, würden sie auch länger bleiben. Der palästinensische Manager, so ist anzunehmen, freute sich über die fromme Schar. Seit dem Sechstagekrieg war noch kein Jahr vergangen, und er war dankbar für jedes Zimmer, das er vermieten konnte. Dass aus der Hotelbuchung einst die umstrittene jüdische Siedlung Hebron entstehen würde, konnte er nicht ahnen, zumal die Beziehung ...