Die Röhre, die das Bauschiff in der Ostsee versenkt, ist 1,2 Meter dick. Sie heisst «Nord Stream», mit 1200 Kilometern die längste Unterwasserröhre der Welt. Bei Baubeginn im April lobten der deutsche Ex-Kanzler Gerhard Schröder – heute Aufsichtsratsmitglied der Pipelinebauer – und der russische Präsident Dmitri Medwedew das internationale «Gemeinschaftsprojekt». In Wahrheit gibt Moskau den Takt vor: Energie-Gigant Gazprom hält mit 51 Prozent die Mehrheit der Anteile. Und macht Druck: Auf dem von Italien gemieteten Bauschiff «Castoro Sei» arbeiten die 350 Pipelinebauer – vor allem Asiaten und Europäer – 7 Tage pro Woche, 24 Stunden am Tag.
Wer die Fabrik besucht, ist b ...