Einen Porsche oder Toilettenpapier verkaufen: Das kann jeder, dazu muss man nicht studiert haben. Eine Kunst hingegen ist es, ein Produkt zu verkaufen, für das es keinen Markt gibt, um nicht zu sagen: ein Produkt, das keiner will. Zum Beispiel Bundesräte. Nach ihnen besteht null Nachfrage, denn Bundesräte sind teuer im Unterhalt, bringen dem Käufer aber keinen messbaren Nutzen und eignen sich auch als Dekorationsobjekt nur bedingt. Immerhin haben sie einen gewissen Prestigewert. Wenn der Käufer eines Bundesrates zum Beispiel seinen Chef zum Nachtessen einlädt, wird dieser natürlich fragen: «Was ist denn das für eine interessante Skulptur, da auf Ihrer Corbusier-Liege?» «Ach, das i ...