Vor drei Jahren war Olga Neuwirth Composer in Residence beim Lucerne Festival. Sie fühle sich unverstanden, beklagte sich damals die 34-jährige Österreicherin lauthals. Damit hatte sie nicht einmal Unrecht. Schliesslich will sie mit ihrem konsequenten Ablehnen alles Tradierten durchaus provozieren, frech und trotzig und meist lustvoll. Selbst das gläubige Avantgardepublikum in Donaueschingen fühlte sich von ihrer «Construction in Space» überfahren. Ihr musikkritischer Adlatus Wolfgang Fuhrmann spricht von «infernalischer Freude am kunstvollen Krach» – was natürlich positiv gemeint ist.
Wir können uns diese bedrohliche Klangerfahrung nach Hause holen, wobei aber die intendierte ...