Ein Mann aus bescheidenen Verhältnissen, ein Kämpfer, ein Visionär, schliesslich der grosse Führer eines grossen Landes – die English National Opera will die Saga vom Aufstieg des armen Beduinensohnes zum libyschen Staatschef als tönendes Bühnenwerk zur Aufführung bringen. Die Tatsache, dass Gaddafis Finanzholding Lafico allein in London Immobilien im Wert von 1,5 Milliarden Franken besitzt und sein Sohn Seif al-Islam als Kunstliebhaber seit Jahren die Charmeoffensive koordiniert, hat damit selbstverständlich nichts zu tun. «Creation of a Myth» heisst die Arbeitsgruppe, die aus Muammar Gaddafi ein Gesamtkunstwerk zum Mitsingen machen will.
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