Wie erklärt sich ein solches Missverhältnis: 40 Prozent aller Architektur Studierenden sind weiblich, aber nur 12 Prozent arbeiten schliesslich in ihrem Beruf? Wo sind die vermissten 28 Prozent Architekturstudentinnen geblieben, deren Ausbildung der Staat bezahlt hat? Weshalb beherrschen die Männer von Botta bis Zumthor den architektonischen Diskurs, während gerade mal eine Frau, Tilla Theus, ausserhalb der Szene bekannt ist?
Die ETH-Soziologin Christina Schumacher hatte im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms (NFP) «Bildung und Beschäftigung» den Auftrag, diese Fragen zu klären. Sie legt nun sieben Thesen vor. Am plausibelsten sind die folgenden zwei: Frauen sind im Beruf unte ...