Kaum etwas löst so viel Mitgefühl aus wie der Anblick leidender Kinder. Vor Jahresfrist sorgten Bilder von Babys mit zu kleinen Köpfen für weltweites Entsetzen. Es waren Neugeborene, vorwiegend in Brasilien, die mit einer sogenannten Mikrozephalie zur Welt gekommen waren und ein Leben mit schwerer Behinderung vor sich hatten. Verursacht worden war die Schädelfehlbildung durch Zika – angeblich.
Das Virus, das von der Gelbfiebermücke übertragen wird, galt lange Zeit als ungefährlich. 2015 aber schlug die brasilianische Gesundheitsbehörde Alarm: Es seien innert Jahresfrist 4000 Babys mit zu kleinen Köpfen geboren worden. In Wahrheit waren es nur Verdachtsfälle, von denen 732 unters ...