Wenn wir als Kinder am Familientisch von Gemüsesuppe, Salzkartoffeln und anderen viel zu gesunden oder nahrhaften Speisen überzeugt werden sollten, benutzte mein Vater gern die deutsche Sprache als Appetizer. Appetit durch Spott. Damit wir gross und stark werden, sagte er, müssten wir wohl oder übel viel Kraftbrühe und Kraftnahrung zu uns nehmen. «Kraft» betonte er derart übertrieben, dass wir Kinder in der Folge lauter Wörter mit dem Anhängsel bildeten, selbst erstaunt darüber, wie viele der Kraft-Kombinationen richtig hochdeutsch klangen. Und am Schluss waren unsere «Krrraffftteller» leer.
Habe ich deshalb das schöne Restaurant im direkt am Rhein gelegenen Hotel «Krafft» i ...