Vijay Iyer, 1971 geboren als Sohn indischer Immigranten in den USA, ist ein Künstler von verwirrender Vielfalt und Bandbreite. Seine Identität formt sich zwischen vielen Sprachen, Stilen, Kulturen, Traditionen (und deren Dekonstruktion) immer neu. Dabei ist ihm nicht alles beliebig verfügbares Material, das er eklektisch in einen synthetischen Eintopf einrühren würde. Im Gegenteil: Der Liebhaber der klassischen Moderne, der ganzen Jazzgeschichte (inkl. Avantgarde), ethnischer Musiken, strenger kompositorischer Verfahren und entfesselter improvisatorischer Flüge und Interaktionen, ohne Berührungsängste zudem gegenüber Elektronik, populäreren Spielformen, Grooves und ostinate ...