Nach Gaddafis Sturz schüren westliche Medien die Angst vor den libyschen Islamisten. Doch Extremisten sind bei den Rebellen eine kleine Minderheit, wie ein Besuch in der Hauptstadt Tripolis zeigt.
Der Mann trägt einen kurzen Bart und eine Wüstenuniform. In der Eingangshalle des Hotels spricht er mit leiser Stimme zu einer Traube von Journalisten. Mehrere Fernsehkameras sind auf den Mann gerichtet. Wegen Abdel Hakim Belhadj wird schon bald die Nachricht die Runde machen, dass die Nato in Libyen mit Terroristen von al-Qaida gemeinsame Sache mache. Belhadj sei ein ehemaliger Al-Qaida-Mann, schreibt zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung, und in der Schweiz übernimmt Tagesanzeiger.ch diese Einschätzung unkritisch. Als angeblichen Beweis dafür, dass die Macht der Islamisten im befreiten Libyen zunehme, führt die Süddeutsche zum Beispiel ins Feld: Nach dem Einmarsch der Re ...
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