Haben Sie schon von Erich Biehle gehört? Wohl kaum. Obwohl seine Werke in Museen in New York, Paris und London aufbewahrt werden, bleiben sie meistens anonym. Biehle verglich sich mit einem Ghostwriter: Die Modeindustrie ist nur auf die Marke ausgerichtet.
Er war praktisch für alle grossen Couturiers ausser Karl Lagerfeld tätig, obwohl der ihm mehrmals eine Zusammenarbeit vorgeschlagen hatte. «Ich wusste, dass wir nicht funktionieren. Er war ein Egozentriker», sagte Biehle. «War Yves Saint Laurent denn keiner?», fragte ich. «Doch, aber diskreter. Yves zeigte sich gern auf dem Laufsteg, war aber gleichzeitig ein wenig verlegen. Lagerfeld hingegen hat sein Ego nach aussen g ...