Am 10. Mai dieses Jahres jährt sich zum 84. Mal der Tag der «Bücherverbrennung» vom Mai 1933; im Rahmen der «Aktion wider den undeutschen Geist» wurden auf öffentlichen Plätzen in Berlin und 21 weiteren deutschen Universitätsstädten die Bücher von Autoren verbrannt, die nach Ansicht der Nazis ihr Vaterland verraten hatten: Heinrich Heine, Bertold Brecht, Erich Maria Remarque, Arnold Zweig, Heinrich Mann, Joseph Roth und viele andere.
An diesem Tag finden jedes Jahr in Schulen, Theatern und Literaturhäusern Lesungen aus den Werken der «verbrannten Dichter» statt. Dagegen gäbe es im Prinzip wenig zu sagen, wenn das Ritual mittlerweile nicht im Sumpf der «Erinnerungskultur» ang ...