Kalkutta ist hässlich. Jeder sagt das. Kalkutta ist die Stadt der schrecklichen Nächte (Kipling), ein Ort, den man vergessen soll und aus den Reiseführern streichen (Grass), ein Moloch, der sich aufteilt in sterbende Bettler und Nonnen, die die Sterbenden huckepack schleppen (sinngemäss Mutter Teresa). Deswegen will ich nach Kalkutta: um zu helfen.
Die verschrumpelte Nonne, die herkam, um den «Ärmsten der Armen» zu dienen, hat es mir angetan. Genau wie Stephan Kowalski, ein polnischer Priester, der in Dominique Lapierres Roman «City of Joy» in einem Slum in Kalkutta freiwillig das Los der Armen teilt.
Ich glaube an Charity. Ich glaube an die Effizienz grosser Hilfsorganisationen. Nu ...