Zu Beginn der Lesung schaut Jonathan Safran Foer ins Publikum und sagt, an einem Ort wie diesem sei er in den USA noch nie aufgetreten – und Zuhörer unter 65 seien in seinem Land ebenfalls eine Seltenheit. Das junge Publikum, das sich am Montagabend im mattrot beleuchteten Zürcher Club «Tony Molkerei» versammelt hat, lacht. Als Foer sagt, er verstehe gar nicht, was so spannend daran sei, wenn ein Schriftsteller seine eigenen Texte vorliest, ebenso gut könne man eine Sängerin bitten, Rechenaufgaben zu lösen – da finden alle den 26-jährigen amerikanischen Autor, der mit seinem schüchternen Selbstbewusstsein problemlos als gescheiter Maturand durchgehen könnte, sympathisch und bes ...