«Den Flanierenden leitet die Strasse in eine entschwundene Zeit»(Walter Benjamin, «Passagen-Werk»)Glückliches Paris, das sich seine Geschichtlichkeit zu erhalten weiss, davon und damit lebt in unbestrittener Selbstverständlichkeit, ohne aufzuhören eine moderne Stadt zu sein; modern insofern, als hier, heftiger als anderswo, alles das, was der Zeitgeist anschafft und verbraucht, wahrgenommen, reflektiert, diskutiert und weggeworfen wird. Geschichte als eine Art Grundnahrungsmittel bedarf in Paris keiner Legitimation. Die Heutigen stehen bereitwillig Schlange, um ihre Ration zu bekommen, konsumieren sie gierig, als sei es ihre eigene. Und lassen sie sich auch in einer ersten Phase von d ...