Es war die grösste Fusion aller Zeiten – Anfang 2000 schluckte der Online-Dienst America Online (AOL) für 106 Milliarden Dollar den traditionsreichen Medienkonzern Time Warner. Nicht nur Internet- und Breitbandkabeldienste wollte der neue Mediengigant seinen Kunden liefern, sondern auch noch gleich die Inhalte dazu – Musik, Filme und Zeitschriften der unzähligen Tochterfirmen. Heute ist im grössten Medienunternehmen der Welt Tristesse eingekehrt. Der Aktienkurs von AOL Time Warner ist seit der Fusion um rund fünfzig Prozent gesunken, die amerikanische Aufsichtsbehörde SEC nimmt die Bücher der AOL-Sparte wegen Verdachts auf Bilanz-fälschungen unter die Lupe.
Vergangene Woche konn ...