Mit der Begründung, sich um seinen pubertierenden Sohn zu kümmern, gab Elmar Ledergerber vergangene Woche seinen Rücktritt bekannt. Der Stadtpräsident von Zürich, der unlängst zum zweitbesten Bürgermeister der Welt gekürt worden war, trat ab, wie er sein Leben lang politisiert hatte: mit maximaler Wirkung und minimalem Aufwand, mit gut klingenden Aussagen, die nicht ganz falsch sind, aber auch nicht exakt richtig. Aus dem engsten Umfeld von Ledergerber hört man, der wahre Grund seines Rückzuges sei in seinen gesundheitlichen Problemen zu suchen. Ob es dem virilen Mann widerstrebte, seine physische Versehrtheit zum Thema zu machen, ob es dem Linken, der als Macho galt, gefiel, sich ...