«Bitte unbedingt um 22.25 Uhr 3sat schauen, herzliche Grüsse, Thomas.» Der Hinweis per SMS blinkte pünktlich auf meinem Handy, kurz vor Sendestart. Für einmal strafte Thomas Held all jene Lügen, die ihm nachsagen, die Unpünktlichkeit förmlich zu zelebrieren. Denn trotz einem gewissen Hang zum Chaos weiss der Direktor der Denkfabrik Avenir Suisse sehr wohl, wann es gilt, pünktlich zu sein. Etwa dann, wenn ihm 3sat ein Porträt widmet, das ihn im besten Licht erstrahlen lässt.
Der Dokumentationsfilm muss Labsal für Thomas Held gewesen sein. Denn sein Think-Tank steckt in der Krise. Zwar wurde Held Ende September vom Stiftungsrat als Direktor bestätigt, doch ob dies von Dauer ist, w ...