Was tun in unserer erbärmlichen, ressentimentgeladenen Gegenwart? Die Discokugel im Wohnzimmer anschmeissen, Dua Lipa hören, weinend tanzen und sich einreden, dass es einen tieferen Sinn unter der Oberfläche gibt und niemand permanent neue Kleider braucht. Irgendwo zwischen den späten siebziger und neunziger Jahren oszillierend, verkörpert Dua Lipa längst vergangene, glorreiche Stimmungen wie Discowelle, Schulterpolster und «Day to Night» oder mit Schmollmund und blond-schwarzem Pulp-Fiction-Haar im Diner zu sitzen. Ihre Alben «Dua Lipa» (2017) und «Future Nostalgia» (2020) nahmen einen mit in die Zeit von Paradise-Lounges und Psychedelic Pop, als DJs noch irgendwie «sexy� ...