Was nochmal war Punk? Musik mit minus drei Akkorden? Ein zweiminütiger Lärm auf dem ganzen Frequenzspektrum, durch das sich ein ebenso langer Schrei vergeblich durchzusetzen versucht? Ein bestimmter Musikstil aus den späten Siebzigern, der neuerdings als Speed-Metal-Pop perfektioniert dargeboten wird? Oder ist Punk die Musik von Nichtmusikern? Das hat nun was.
Wie Nichtmusiker, also das Publikum, musizieren würde, wenn es dürfte, ist musikalisch und soziologisch von grossem Belang. Und seit Ende 1976 darf nun, wer will. Hat man verstanden? Den musikalischen Freipass gibt es wirklich erst seit 1976 – nicht etwa seit 1953 (R ’n’ R), 1963 (Beatles), 1966 (Hippies), 1968 (Studentenrev ...