«Was kann schon eine Wasserfalle einem Frosch» antun, stand am 6. Dezember 1992 auf einer Glückwunschkarte, die ich nach meiner überraschenden Wahl in den Berner Gemeinderat erhielt. Die ironische Ambivalenz, die in diesem Spruch steckt, ist bezeichnend für unsere Beziehung. Wir waren stets harte politische Gegner, aber wir kämpften mit offenem Visier und auf gleicher Augenhöhe. Kurt war ein starker Rhetoriker, doch im Gegensatz zu vielen Politikern teilte er nicht nur aus, er konnte auch mächtig einstecken. Und bei allen politischen Differenzen hatten wir immer einen starken menschlichen Draht zueinander.
In der Berner Regierung – ich als grüne Finanzdirektorin, in den mageren 19 ...