Maria Becker (1920–2012) – Die letzte Tragödin ist abgetreten, die Königin der Amazonen des deutschsprachigen Theaters und des Zürcher Schauspielhauses, sechzig Jahre lang kämpferische Plattform dieser Penthesilea des Wortes: Marsgeboren ihr Völkerstamm. Dutzendmal, hundertmal die Königin Elisabeth, Antigone, Andromache, Iphigenie, Johanna, Penthesilea (die eigentliche!), Claire Zachanassian, geborene Wäscher, Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd und . . . andere, viele. Wagestücke und Grenzfälle, Rosenlust und Schlacht-Phrenesie, und zwischen ihnen, aus ihnen die Becker, die aus übermenschlichen Stoffen eine menschennahe Gestalt schuf.
Da stand und da sprach eine Künstler ...