Sócrates – Es war sein tatsächlicher Taufname, sein Vater, ein Wirtschaftsstatistiker, beschäftigte sich in der Freizeit mit griechischer Philosophie und schickte Sócrates an die Uni. Aber «o Doutor» (der Doktor) übte den Beruf als Kinderarzt keinen einzigen Tag aus, sein Leben war Fussball, und Sócrates war sein künstlerischer Prophet. Der lange Bärtige (1,92 m) mit dem kleinen Schuh (Grösse 37) war der Kapitän des Brasil-Teams, das 1982 in Spanien die Welt verzauberte und dennoch an Italien scheiterte – später wurden die traurigen Helden, etwa Zico, Cerezo, Falcao oder auch Sócrates, von Italo-Klubs aufgekauft. Sócrates spielte eine Art traumtänzerischen Zeitlupenfussba ...